#Pfeihnachtskalender  - Selbsterkenntnis und Ehrlichkeit im pferdigen Adventkalender 

 

Der "Pfeihnachtskalender" ist eine Aktion von Pferde im richtigen Licht und dem Pferdespiegel bei dem 24 verschiedene Pferdeblogger  ihre Wünsche und Gedanken rund um das Pferd verfassen. Die ganzen veröffentlichten Blogs finden sich unter dem Hashtag #Pfeihnachten und #Pfeihnachtskalender.

 

Ich habe das Los des 17. "Tütchens" gezogen und brüte vor diesem Blog, wie kaum zuvor.

Ich bin ein sehr klar strukturierter Mensch, der eigentlich immer daran arbeitet, seine Wünsche auch zu erfüllen. Nun kreisen meine Gedanken um meine Tiere. Was wünschen sie sich? 

 

Ich glaube nicht, dass Tiere Wünsche haben, sondern viel mehr Bedürfnisse. Und diese Bedürfnisse sind bei jedem Tier, ich schreibe bewusst nicht nur vom Pferd, primär artgerecht

gehalten zu werden. Das bedeutet beim Pferd Raufutter möglichst rund um die Uhr, Sozialkontakte zu Artgenossen und die Möglichkeit zur freien Bewegung. 

Diese Bedürfnisse zu erfüllen liegt in meiner Verantwortung, und nicht in der Wunscherfüllung.

 

Ob ich dieser Verantwortung gerecht werde, hinterfrage ich Tag für Tag kritisch und bin stets offen, mich selbst zu hinterfragen und Dinge zum Positiveren zu verändern.

Was wünsche ich mir also für die Pferdewelt?

 

Ich wünsche mir hauptsächlich von den Pferdebesitzern etwas. Nämlich Selbsterkenntnis und Ehrlichkeit bei der Frage "bin ich wirklich der Pferdemensch, der ich in den Augen meines Pferdes sein soll?"

 

Und dabei lade ich jeden ein, kurz einmal - ganz für sich alleine - in sich zu gehen, und sich zum Beispiel diese Fragen ehrlich zu beantworten:

 

  • Halte und füttere ich mein Pferd so, wie es seiner Gesundheit und Psyche gut tut, oder spielt dabei meine eigene Vorstellung die Hauptrolle?

Erst kürzlich habe ich mit einem vermeintlichen Pferdemenschen gesprochen, dessen Pferde bis auf eine Stunde am Tag keine freie Bewegung haben. Gerechtfertigt wurde das mit der Aussage, es seien "Sportpferde".  Dabei sprachen wir nicht von Pferden, die auf internationalem Niveau starten, sondern zwei Mal im Jahr auf einem lizenzfreiem Turnier "hinter dem Mond" und ich entgegnete, "Pferd bleibt Pferd".

 

Da gibt es kein wenn und aber, das sich der Mensch nicht selbst vormacht.

Zu viele Pferde stehen in einem ungeeigneten Stall und der Besitzer rechtfertigt das mit allen möglichen Ausreden (Ehrlichkeit!) oder einer falschen Wahrnehmung (Selbsterkenntnis!) des Zustandes.

 

  • Wie reite ich mein Pferd ?

Feines Reiten soll es sein, und selbstverständlich pferdeschonend. Da ist sich die Pferdewelt - zumindest nach außen hin - einig. Doch wie ist der eigene Blick "hinter die Kulissen", die Selbsterkenntnis und die Ehrlichkeit?

Das Reiten darf aus meiner Sicht nur geschehen, um das Pferd stolzer und schöner erscheinen zu lassen und seiner Gesundheit dienlich zu sein. Und das hinterfrage ich jedesmal wenn ich am Pferd sitze, und nachdem ich abgestiegen bin.

 

Beweggründe wie die eigene Entspannung, der sportliche Gedanke oder gar um sich selbst, aus welchen Gründen auch immer, zu profilieren können nie pferdeschonend sein. Entweder schaden sie dem Pferdekörper oder seiner Psyche. Erkennt euer Tun ehrlich, und missbraucht eure Pferde nicht! 

 

  • Wie rein ist mein Gewissen meinem Pferd gegenüber?

Diese Frage hat sicher das breiteste Beantwortungs-Spektrum, und kann von der eigenen Handlung im Krankheitsfall bis zur Anschaffung des Pferdes generell reichen. Hier liegt mir ein Punkt besonders am Herzen:

Oft werden Pferde unter dem Hauptgesichtspunkt "billig muss es sein" gekauft. Gerade diese Pferde werden oft vernachlässigt, was Haltung, Fütterung, passende Ausrüstung oder Ausbildung betrifft und leider wird vielfach auch an der tierärztlichen Versorgung gespart. Gerechtfertigt unter dem Aspekt, es sei ja "nur ein Freizeitpferd". Ein Pferd bleibt immer ein Pferd, egal zu welchem Preis es gekauft wurde und für welchen Verwendungszweck.

 

 

Ich wünsche mir, dass diese in der Pferdewelt üblichen Klassifizierungen ein Ende finden im Bewusstsein der Menschen.

Klassifizierungen zwischen dem Sportpferd und dem Freizeitpferd, aber auch zwischen dem Reitsport und der Reitkunst.

Mit einer gewissen Portion Demut vor dem Pferd selbst würde das gelingen.

 

  

 

In diesem Sinne wünsche ich euch ein besinnliches Weihnachtsfest im Kreise eurer Lieben und für das neue Jahr jede Menge Zufriedenheit, Glück, Gesundheit und Erfolg!

 

 

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